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Wohnhaus/ Werkstatt Caritas Paudorf

Auftraggeber

DI Dietmar Haberl, Architekt

Ort

Niederösterreich

Art der Lösung

Gesundheitseinrichtungen

Projektarten

Neubau

Im Wohnhaus in Paudorf wurden 6 teilbetreute und 24 vollbetreute Wohnplätze, 2 Kurzzeitplätze und 20 Beschäftigungsplätze errichtet. Im Nachbargebäude, der Werkstatt, stehen für 30 psychisch kranke Menschen aus der Region und aus dem Wohnhaus Beschäftigungsplätze zur Verfügung.

Aufgabenstellung / Vorgaben / Ziel des Projekts

Die Caritas der Diözese St. Pölten errichtete in der Gemeinde Paudorf ein Wohnhaus für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Auf dem Areal wurden neben einem Wohnhaus auch eine Tageswerkstätte mit 30 Betreuungsplätzen und ein Verkaufs-Shop errichtet. Produkte, die in der Caritas Tageswerkstätte erzeugt werden, sollen dort auch zum Verkauf angeboten werden. Da der Mietvertrag im Schloss Schiltern 2017 ausläuft, wurden zwei kleinere Wohnhäuser, eines nördlich (Zwettl) und eines südlich der Donau, errichtet. 

Projektbeschreibung / Auftragsinhalt

Im Wohnhaus in Paudorf wurden 24 vollbetreute Wohnplätze, 6 teilbetreute, 2 Kurzzeitplätze und 20 Beschäftigungsplätze errichtet. Vollbetreut bedeutet, dass rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr Caritas Betreuungspersonal anwesend sein wird. Teilbetreutes Wohnen richtet sich an KlientInnen, die eigenständiger und eigenverantwortlicher leben und wohnen können als KlientInnen in der Vollbetreuung. Es kann ein Zwischenschritt zum selbstständigen Wohnen in einer eigenen Wohnung mit oder ohne individuelle Betreuung sein. Während des Tages werden im Wohnhaus auch Beschäftigungsgruppen und spezielle Programmpunkte, wie zum Beispiel Gedächtnistraining, Musiktherapie, Einzel- und Gruppengespräche, Bewegung, Motopädagogik sowie Ausflüge angeboten.

Im Nachbargebäude, der Werkstatt, stehen für 30 psychisch kranke Menschen aus der Region und aus dem Wohnhaus Beschäftigungsplätze zur Verfügung. Diese unterschiedliche Gebäudenutzungen sowie ein kostenoptimierender Betrieb der Gesamtanlage waren die Vorgaben für das Planungsteam. 12 Architekten haben sich an der Ausschreibung für Paudorf beteiligt. Architekt Haberl hat mit einer überzeugenden Leistung den Architektenwettbewerb gewonnen. KWI war mit der TGA-Planung und Fachbauaufsicht beauftragt.

Herausforderungen / spezielle Herangehensweisen / Innovationen

Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Tandem-Pelletsheizungsanlage im UG Wohnhaus und je einem Pufferspeicher pro Gebäude. Wärmeabgabesystem im Wohnhaus generell Fußbodenheizung, im UG der Werkstätte Radiatoren, im EG der Werkstätte Fußbodenheizung. In der Werkstatt wurde eine stationäre Holzspäne Absauganlage sowie ein Druckluftleitungsnetz errichtet. Im teilbetreuten Wohnen (EG) als auch in den Wohngruppen (1. OG) wurden alle Sanitärräume behindertengerecht errichtet.

Für die Warmwasseraufbereitung wurde zusätzlich eine Thermische Solaranlage geplant. Im Wohnhaus und in der Werkstätte wurden Frischwassermodule für die Nassgruppen mit Duschen vorgesehen, für die restlichen Waschbecken, Küchenspülen und Ausgussbecken Unter- bzw. Obertischspeicher. Medienversorgungen sowie mechanische Lüftungsanlagen für die Großwäscherei sowie Aufwärmküche wurden errichtet. Die Beleuchtung wurde in LED-Technik errichtet, ebenso eine Photovoltaikanlage. Für E-Fahrzeuge wurde eine Ladestation realisiert.

Foto © Caritas St. Pölten