zurück zur Übersicht

Landesberufsschule Pöchlarn

Auftraggeber

Landesberufsschule Pöchlarn

Ort

Niederösterreich

Art der Lösung

Bildungs- und Sportbauten

Projektarten

Neubau

In Pöchlarn wurde ein neues modernes Internatsgebäude für 400 Schülerinnen und Schüler der Tischlerabteilung errichtet. Das alte Gebäude wurde zu 2/3 abgerissen, der verbleibende Teil wurde mittels eines Provisoriums heizungstechnisch und sanitärtechnisch intakt gehalten.

Der Neubau umfasst eine Grundfläche von ca. 110 x 17,5 m, besteht aus Kellergeschoß (Technik), Erdgeschoß (Speisesaal, Küche, Empfangshalle, Garderobe,...), 1.-3. Obergeschoß (Internatszimmer) und Dachgeschoß (Aufenthaltsbereiche). Die Internatszimmer bestehen aus je 4 Betten, einer Garderobe, Bad mit zwei Waschbecken, einer Dusche und WC.

Aufgabenbereich des Internats: Schaffung einer Unterkunft von ca. 400 Schülerinnen und Schüler sowie Bereitstellung einer Verpflegung in Form von Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Weiteres Treffpunkt für die Jugendlichen in den geräumigen Aufenthaltsbereichen und Lernräumen.

Sanitär

Der Anschluss erfolgte an das öffentliche Wassernetz von Pöchlarn. Vorwiegend für den Küchenbereich ist der Einsatz einer Enthärtungsanlage projektiert. Die Warmwasseraufbereitung erfolgte zentral im Kellergeschoß. Zirkulationsleitungen wurden in den Schächten mitgezogen. Die Rohrleitungen wurden ausschließlich in Kunststoff projektiert. Des Weiteren wurde zur Löschhilfe eine Hydrantenleitung in Stahl zu den jeweiligen Hydrantenkästen der einzelnen Brandabschnitte vorgesehen. Speziell zu erwähnen ist die Installationsmontage der Steigstränge. Hierfür ist in jedem Zimmerbereich ein raumhoher Installationsblock mit einer Breite von 25 cm projektiert, in dem Heiz-, Sanitär-, Abwasser- und Lüftungsleitungen geführt werden. Eine Revision wurde im Zwischendeckenbereich eingeplant. Vorteil ist der geringe Platzbedarf, die bereits vorgefertigten Steigstränge sowie die Gewährleistung von Schall- und Brandbeständigkeit.

Heizung

Die Wärmeversorgung erfolgt mittels eines Fernwärmeanschlusses. Der Umformer ist im Kellergeschoß untergebracht. Die Aufteilung erfolgt in mehrere Heizkreise (Speisesaal, Küche, West, Ost, DG) je nach Nutzungsart und Benutzungsdauer. Die Hauptpumpe ist drehzahlgeregelt, die einzelnen Regelkreise werden mittels Strahlpumpen geregelt. Die Beheizung der Zimmer und Nebenräume erfolgt mit Heizkörper. In den Aufenthaltsbereichen wurden mit der Architektur abgestimmte, formschöne Heizwände verwendet. Der Verzug der Heizleitungen erfolgt in vorgefertigten Schächten bzw. frei vor der Wand im Zimmerbereich.

Lüftung

Einsatz von 2 Lüftungsanlagen für Küchenbereich sowie für Speisesaal/Garderobe zur mechanischen Be- und Entlüftung. Die Aufstellung der Lüftungsgeräte erfolgte im Keller. Im Küchenbereich wurde eine Lüftungsdecke mit Schwerpunktsabsaugungen projektiert. Die mechanische Be- und Entlüftung im Speisesaal dient zur Luftqualitätsverbesserung und ist vor allem für die Spitzenzeiten (Frühstück und Mittagessen) vorgesehen. Garantie des erforderlichen Luftwechsels laut ÖNORM bzw. Einhaltung der Luftgeschwindigkeiten. In den Bädern der 4-Bett Zimmer sind Einzelabluftventilatoren mit Nebenraumabsaugung (WC) vorgesehen gewesen. Die Abluft wird über einen vorgefertigten Schacht zum Teil über Sammelkanäle über Dach geführt. Die Zuluft strömt frei über die Türschlitze nach.

Regelung

Mittels eines PC werden sämtliche regelungstechnische Einstellungen vorgenommen. Sämtliche Heizungs- und, Lüftungsanlagen sind wirtschaftlich und umweltfreundlich  ausgelegt. Die Temperaturregelung erfolgt in Bezug auf die Außentemperatur. Die Regelung der Lüftungsanlagen erfolgt mittels Fühler in der Abluft sowie mittels Raumfühler. In einer zentralen Stelle werden Stör- und Betriebsmeldungen angezeigt.

Fotos © KWI

Ähnliche Referenzen
alle Referenzen