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Kulturbezirk St. Pölten

Auftraggeber

DECUS Grundstücksverwertungsgesellschaft

Ort

Niederösterreich

Art der Lösung

Öffentliche Organisationen

Projektarten

Neubau

Die neue niederösterreichische Landeshauptstadt St. Pölten sollte mit ihrem modernen, städtebauliche Akzente setzenden Landhaus nicht nur wirtschaftliches und politisches Zentrum, sondern auch kultureller Kristallisationspunkt des Landes werden. Zu diesem Zweck wurde der sogenannte Kulturbezirk als harmonisches Bindeglied zwischen dem neuen Landhaus und der historischen Altstadt geplant. Als Planer wurden renommierte Architekten gewonnen, für das Festspielhaus der Grazer Architekt DI Klaus Kada, für die Ausstellungshalle Prof. Hans Hollein, die Landesbibliothek und das Landesarchiv wurden vom Wiener Architekt Mag. Paul Katzberger geplant.

Im Herbst 1993 gab der Baubeirat grünes Licht zum Bau des Festspielhauses, der Ausstellungshalle, der Landesbibliothek und des Landesarchives. KWI wurde mit der Planung der elektrotechnischen Einrichtungen der Kulturbauten beauftragt.

Technische Beschreibung

Die Gesamtnutzfläche des Objektes beträgt ca. 35.000 m², unter den Objekten und der Freifläche befindet sich eine Tiefgarage. Die Nettoherstellkosten betrugen ATS 700 Mio., wovon ATS 60 Mio. auf die Elektrotechnik entfielen.

Der Planungsauftrag umfasste folgende Anlageteile:

  • Mittelspannungstrafostation samt Schaltanlage
  • die niederspannungsseitige Hauptverteilung
  • die Standardbeleuchtung in allen Bereichen
  • die Lichtregelanlagen für die Ausstellungshalle und den Zuschauerbereich des Festspielhauses
  • die gesamte Infrastruktur für den Bühnenbereich im Festspielhaus
  • die Außenbeleuchtung
  • die Schaltung und Regelung der gesamten Sonderbeleuchtung
  • das EDV- bzw. Kommunikationsnetz im gesamten Kulturbezirk
  • die Versorgung aller haustechnischen Anlagen

Der Leistungsumfang beinhaltete die Erstellung von Vorentwurf (inklusive Betriebskosten- und Wirtschaftlichkeitsberechnung), Entwurf und Übersichtszeichnungen, die Lieferung der Bauangaben, die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen und Prüfung der Angebote, sowie die Erstellung der Führungsplanung und die Prüfung und Freigabe der Montagepläne.

Foto © Festspielhaus St. Pölten

Besonderheiten

Bei Kulturbauten dieser Bedeutung ist bei der elektrotechnischen Ausstattung insbesondere auf die Anpassungsfähigkeit an veränderte Bedürfnisse und die Multifunktionalität Bedacht zu nehmen. Um solche Anpassungen in Zukunft ohne gravierende Umbaumaßnahmen zu gewährleisten, wurde die Schaltung der einzelnen Anlagen mit einem EIB-Bus geplant. Diese Ausführung erlaubt eine Abänderung der Schalt- und Regelvorgänge über eine Softwareschnittstelle in den dazugehörigen Verteilern. Zusätzlich wurde die Elektroverteilung im ganzen Areal in Doppelbodensystemen, demontierbaren Steigschächten und großzügig ausgelegten Fundamentplattenverrohrungen geplant.

Die gesamte Planung bis hin zur Führungsplanung wurde auf CAD Anlagen erstellt, wodurch nachträgliche Ergänzungen bzw. Anpassungen bereits im Planungsstadium berücksichtigt werden konnten.

Foto © ÖFR/ Foto 1 © Museum NÖ 

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