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Eishalle St. Pölten

Auftraggeber

NÖ HYPO Bauplanungs- und Bauträgergesellschaft mbH

Ort

Niederösterreich

Art der Lösung

Öffentliche Organisationen

Projektarten

Neubau

2006 begannen die Bauarbeiten, in kürzester Bauzeit ist eine neue Attraktion in St. Pölten entstanden. Die Gesamtkosten betrugen rund 7,5 Millionen Euro. Die Stadt St. Pölten beteiligte sich mit einem Investitionszuschuss, um auch einen Publikumslauf entstehen zu lassen. Denn vorwiegend wird die Halle im Ganzjahresbetrieb zu Trainingszwecken verwendet.

Projektbeschreibung / Auftragsinhalt

Die Halle, welche unmittelbar an die bestehende Tennishalle nördlich der Landeshauptschule anschließt, verfügt über eine Eislauffläche von 30 mal 60 Metern. Die seitlichen Tribünen schaffen Platz für rund 500 Besucher. Spezielle Verglasungselemente sorgen für ein besonderes Licht in der Halle. Es gibt keinen direkten Gastronomiebetrieb, dafür stehen Automaten oder das angrenzende Lokal der Tennishalle zur Verfügung.

Kälte zur Eiserzeugung wurde durch ein Kompressionskälteverfahren hergestellt. Niedrigste Energieanschluss- und -verbrauchswerte wurden durch die Verwendung von alternativen Kälte-mitteln wie Ammoniak (R717) sowie der Wahl eines besonderen bislang einzigartigen Pistenaufbaus erzielt. Ammoniak verfügt darüber hinaus über keinen Treibhauseffekt und kein Ozonabbaupotential. Hinsichtlich der Sicherheit gegenüber Personen wird ein geschlossenes System mit geringeren Füllmengen verwendet.

Lüftung (Entfeuchtung), Heizung: Um den behördlichen Konsens und den erwarteten Raumkonditionen zu entsprechen, wurden kombinierte Zu- und Abluftgeräte mit effizienter Wärmerückgewinnung vorgesehen. Diese Geräte müssen nahezu trockene Luft in die Halle einbringen sodass eine Nebelbildung verhindert wird. Hierfür wurde ein Zentralgerät mit sorptiver Entfeuchtung verwendet, welche niedrigste Energieanschluss- und –verbrauchswerte erzielt. Hiermit wurde die Stromleistungsbereitstellung erheblich reduziert, und mit einem Feststoffsorbenten die Entfeuchtung = Trocknung erzielt.

Die notwendige Wärme, die zur Raumkonditionierung und für den Betrieb der Lüftungsanlagen benötigt wird, wurde durch die Abwärmenutzung der Eiserzeugung und aus dem bestehenden Wärmenetz abgedeckt. Als statische Heizung wurde ein Niedertemperatursystem (Fußbodenheizung, Zentralluftgerät, Strahlungsheizdecke - Publikum, ...) verwendet.

Technische Daten:

  • Luftmenge Halle (Trocknung, 500 Personen): 20.000 m³ / h
  • Luftmenge Garderoben (6 Mannschaft, 2 Eiskunstlauf: 5.000 m³ / h
  • Warmwasserspeicherzuschaltsystem: 1 + 2
  • Nutzwarmwassersystem mit Schneeschmelzgrube: 100 % Abwärme
  • Kältemaschinen 2 Stk. Kolbenverdichter mit Leistungsregelung: je 300 kW
  • Wärmedämmung Piste: 20 cm
  • Oberbelag: Kunstrasen

Für die Eissporthalle St. Pölten wurde von KWI eine gesamt ökonomische und auf den Lebenszyklus bezogene Lösung gefunden, welche die Betriebs- und Wartungskosten durch die gesamtheitliche Betrachtung deutlich minimiert.

Fotos © KWI/ Bertl

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