zurück zur Übersicht

Biopharmazie Böhringer Ingelheim

Auftraggeber

Boehringer Ingelheim Austria GmbH

Ort

Wien

Art der Lösung

Gesundheitseinrichtungen

Projektarten

Umbau
Zubau

Beim gegenständlichen Bauvorhaben handelt es sich um die Erweiterung der Betriebsanlage eines internationalen Pharmazeutika-Konzerns mit Standort Wien. Es war beabsichtigt, die bestehenden und genehmigten Produktionsanlagen hinsichtlich ihrer Ausstattung und Flexibilität zu erweitern.

Das bestehende Gebäude wird zur Zeit in unterschiedlicher Weise genutzt. Es dient zum einen als Produktionsgebäude für die biochemische Reinigung von Proteinen, andererseits beherbergt das Gebäude Forschungsbereiche, ein Kontrollabor zur Durchführung von In-Prozess-Analysen sowie verschiedene Produkt- und Materiallager.

Im Zuge der Erweiterung der Produktionsanlagen wird das Gebäude durch Umgestaltung sowie teilweise Neuschaffung von Gebäudeflächen als zentrales Produktionsgebäude zur Aufarbeitung und Reinigung von Proteinen neu ausgerichtet. Die bestehenden Forschungsbereiche werden im Zuge der Neugestaltung in ein anderes Betriebsgebäude verlegt, die frei werdenden Räumlichkeiten werden in Produktionsräume umgewandelt. Die Produktionsanlagen sind als Mehrproduktanlagen ausgelegt, sodass es möglich ist verschiedenste Rohprodukte zu verarbeiten.

Projektbeschreibung / Auftragsinhalt

Die grundlegenden Verfahrensschritte sind für alle Rohprodukte gleich. Es ist geplant, die verfahrenstechnischen Grundoperationen Lösen (Suspendieren), Ausfällung, Mischen (z.B. in Behältern mit Rührwerk), Chromatographie (Niederdruck- oder HPLC-Verfahren), Ultrafiltration, Diafiltration, Filtration, Fällung, Separation (Zentrifugieren) und Homogenisation in den Produktionsprozessen einzusetzen.

Die Reinigung der Rohprodukte (Proteine) wird in mehreren Stufen durchgeführt. Zunächst werden die Proteine einer Vorreinigung unterzogen, die Endreinigung erfolgt danach im Rahmen mehrerer Aufarbeitungsschritte. Der Produktfluss richtet sich nach dem jeweiligen Produkt, wobei die einzelnen Aufarbeitungsschritte sowohl in der Vorreinigung als auch in der Endreinigungsphase individuell kombiniert werden können.

Ein spezielles Augenmerk im Bezug auf die Planung und qualitative Überwachung liegt im Bereich der Sicherheit und Arbeitnehmerschutz, wo spezielle Systemverordnungen, Gentechnikgesetze sowie Verordnungen biologischer Arbeitsstoffe heranzuziehen sind. Zusätzlich zu diesen gesetzlichen Vorschriften werden spezifische Normen- und Regelwerke im Besonderen GMP-Standards (Good Manufacturing Practice) sowie die konzerninternen gültigen Qualitätsstandards zugrunde gelegt.