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AHS Korneuburg

Auftraggeber

Land NÖ, ImmobilienverwaltungsgesmbH - LAD3

Ort

Niederösterreich

Art der Lösung

Bildungs- und Sportbauten

Projektarten

Neubau

Die NÖ Landesregierung hat zur Verbesserung der Weiterbildungschancen von Hauptschulen und zur Erhebung der Anzahl der Maturanten beschlossen, in vier Gemeinden Gymnasien bzw. Oberstufenrealgymnasien einzurichten.

Eine der 4 vorgesehenen Standorte ist die Gemeinde Korneuburg, wo sich ein Bedarf nach einer neuen AHS gezeigt hatte. Dies deshalb, da die vorhandenen Gymnasien in diesen Bezirken keine freien Kapazitäten mehr hatten und die SchülerInnen daher lange Schulwege auf sich nehmen mussten.

Aufgabenstellung / Vorgaben / Ziel des Projekts

Bei der Errichtung der AHS Korneuburg war ein großes Augenmerk bei den Bauarbeiten auf die Grundwasserproblematik des Grundstückes zu setzen, weiteres wurde die Vorgabe zur Erreichung des Passivhaus-Zieles mit einem Gesamtwert von n50 = 0,41 eingehalten werden. Das architektonische Leitkonzept im Bezug auf die vorgegebenen Materialien und Ausführungen konnte mit sehr hohem Qualitätsstandard umgesetzt werden. Die Zielvorgabe den Schulbetriebs mit Anfang September 2011 gewährleisten zu können, wurde ebenso punktgenau erreicht.

Projektbeschreibung / Auftragsinhalt

Vorgesehen wurde ein auf Stützen aufgelagertes Stahlbetondeckenkragplattensystem mit vorgehängter Holzriegelfassade. Als Gebäudehülle wurde ein Vollwärmeschutzsystem errichtet, um die U-Werte gem. Energieausweis zu erreichen, wurde eine 3-fach Isolierverglasung ausgeführt.

Im südwestlichen Teil des Schulareals wurde eine Doppelturnsaalanlage mit sämtlichen den derzeitigen Stand der Technik entsprechenden Sportgeräten vorgesehen, die Turnsaalanlage kann auch durch Vorsehung eines getrennten Zutrittssystems für externe Nutzungen zur Verfügung gestellt werden. In den südlich gelagerten Außenanlagen wurden Parkplätze sowie eine optimierte Infrastruktur (Fahrradständer, etc.) vorgesehen, um den Schülerverkehr geregelt ablaufen lassen zu können. Die elektrotechnische Versorgung wurde durch die Einbindung in das Netz des örtlichen Stromversorgers sichergestellt, am südwestlichen Grundstückseck wurde eine neue Trafostation errichtet.

Sämtliche Klassen werden mit eigenen an den Gängen platzierten Lüftungsanlagen versorgt, die Zentralen befinden sich im Untergeschoß. Zur Beheizung werden Wasserwärmepumpen (Brunnen mit Grundwassernutzung) errichtet. Bei der Bauabwicklung war besonders darauf zu achten, die Vorgaben der ÖBB im Bezug auf die naheliegenden Gleisanlagen zu berücksichtigen – dies wurde durch eine enge Zusammenarbeit bzw. der ÖBA und den verantwortlichen Stellen der ÖBB gewährleistet.

Herausforderungen / spezielle Herangehensweisen / Innovationen

  • Grundwasserproblematik während der Bauphase, bei Errichtung des Turnsaals
  • Einhaltung der vorgegebenen Ausführungsqualitäten lt. Architektur bzw. auch nach den ÖISS-Richtlinien
  • Zielerreichung eines reibungslosen Schulbeginns
  • Erschwerte Bedingungen auf Grund angrenzender ÖBB Bahngleise
  • Erschwerte Bedingungen auf Grund Straßenbauarbeiten an der Erschließungsstraße und der B3 während der Fertigstellungsphase

Fotos © KWI

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